Integration / Inklusion

Der Begriff „Inklusion“ hat den Begriff „Integration“ seit einiger Zeit abgelöst, weil nichts zu integrieren ist, was zu uns gehört.

Auf der Grundlage regelmäßiger Beobachtung, der Auswertung ärztlicher und therapeutischer Stellungnahmen und der zusammenfassenden Einschätzung des aktuellen Entwicklungsstandes wird der individuelle Förderbedarf des Kindes festgestellt.

Grundlage ist für uns immer die intrinsische Motivation (Neugierde) des Kindes.

Das beinhaltet weiterhin, dass wir keine funktionsorientierte Therapie und Förderung vornehmen. Im Gegenzug wird dem Kind eine bedürfnisorientierte Unterstützung angeboten.

Das Kind wählt aus, mit welcher Person es in näherem Kontakt treten möchte.

Das heißt auch, dass jede Mitarbeiterin der Gruppe, sowie alle übrigen Mitarbeiterinnen der Einrichtung die Inklusion aktiv unterstützen.

Die ausgewählte Person (Bündnispartner) bietet behutsame Nähe an, pflegt Streichel- und Fingerspiele. Sie sorgt in ihrer Sprachbegleitung dafür, dass Sprachmelodik und Wortwahl als angenehm empfunden werden.

Selbstverständlich disqualifizieren sich damit vorgegebene Lernblätter, Schablonen oder Ähnliches, da diese die Individualität des Kindes nicht oder nur teilweise berücksichtigen.

Unter Berücksichtigung der Kompetenzen, Stärken und Interessen des jeweiligen Kindes werden spezielle Fördermaßnahmen und Ziele entwickelt, um Entwicklungsschritte des Kindes in den verschiedenen Entwicklungsbereichen gezielt unterstützen zu können.
Dies bedeutet konkret, dass in regelmäßigen Abständen der individuelle Förder- und Teilhabeplan des Kindes reflektiert wird, um so neue Handlungsfelder aufstellen zu können.

Menschen mit Behinderung, die zusätzliche professionelle Hilfe benötigen, brauchen Möglichkeiten der Öffnung, der Normalisierung und der Begegnung mit Menschen ohne Behinderung. Sie sollen ihre Persönlichkeit entfalten und in größtmöglicher Gemeinsamkeit mit allen Menschen leben können.

Wir füllen diesen Begriff in unserem Kindergarten täglich mit Leben.

Im Alltag wird durch Spielen und Lernen der Umgang mit Stärken und Schwächen vermittelt.

Die Förderung steht im sinnvollen Zusammenhang mit dem Kindergartenalltag, bzw. dessen Ablauf.

So werden Kinder, z. B. beim Eindecken des Mittagstisches, sowie dem Aufräumen des Gruppenraumes mit einbezogen.
Gruppenangebote werden so ausgerichtet, so dass jedes Kind nach seinen Stärken einen Beitrag dazu leisten kann. Dadurch wird das Selbstwertgefühl aufgebaut und das Kind traut sich an Dinge/ Aufgaben heran, an die es sich zuvor nicht gewagt hat.

Dies stützt sich auf die Rechte aus dem SGB XII in Verbindung mit dem SGB IX (Eingliederungshilfe).

  • Die persönliche Entwicklung des Kindes wird ganzheitlich gefördert
  • Den Kindern wird eine selbstbestimmte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft/ Gesellschaft und eine möglichst selbständige und selbstbestimmte Lebensführung ermöglicht
  • Leistungen, die geeignet sind, ihre Behinderung abzuwenden, zu beseitigen, zu mindern bzw. eine Verschlimmerung oder Benachteiligung zu verhüten bzw. die Folgen zu mildern. Des Weiteren gehören Rechte aus dem SGB VIII
  • Recht auf Förderung ihrer Entwicklung und Erziehung zu einer eigenständigen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit
  • Recht der Kinder entsprechend ihrem Entwicklungsstand in den sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt zu werden.