Pädagogisches Konzept

Die Arbeit in der Kindertageseinrichtung richtet sich nach dem im Kinderbildungsgesetz (KiBiZ) formulierten Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag.

Die Voraussetzung um den Auftrag erfüllen zu können, ist der Aufbau einer stabilen Bindung zum Kind und eine wertschätzende Haltung den Eltern gegenüber.

Die Bildung bei Kindern im Kleinkindalter geschieht unter anderem über das eigene Handeln, die Wahrnehmung mit allen Sinnen und den beteiligten Gefühlen.

Es werden Sinnverbindungen hergestellt und die Handlungskompetenz wird ausgebaut und gestärkt. Die Bildung findet in jeder Situation statt und wird durch ganzheitliche Förderung aller Entwicklungsbereiche gleichermaßen begleitet und unterstützt.

Die Erzieher sorgen dafür, dass Kinder ausreichend Zeit zum „freien Spiel“ haben und die Grundbedürfnisse des Kindes in einem hohen Maße befriedigt und gedeckt werden.

Zu den Grundbedürfnissen gehören

  • Individuelle Begrüßungssituation mit gleichem Ablauf, auch in der Verabschiedung von den Eltern (Blickkontakt/ Handreichen, Tür-und Angelgespräche),
  • gemeinsame Rituale, wie z.B. der „Morgenkreis“ (Begrüßungslieder, Erzählrunde), der Abschlusskreis (Kinderkonferenzen, Kreis- und Fingerspiele, Abschlusslieder), die Mahlzeiten (Hände waschen vor dem Essen, Tisch decken/ abräumen, Tischsprüche, Zähne putzen) geben den Kindern die Sicherheit im Kindergartenalltag.

Die Kinder sollen einen differenzierten Kraft- und Körpereinsatz erleben und erlernen. Dafür stehen den Kindern ganz unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Alltagssituationen, wie das An- und Ausziehen von Kleidung,
  • verschieden strukturierte Räumlichkeiten, die dazu anregen
    aktiv zu werden, wie z.B. der Mehrzweckraum/ Bewegungsraum, indem vorbereitete Angebote oder freies Spielen als Erfahrungsfeld dienen.
  • Das Außengelände bietet den Kindern durch verschiedene Spielgeräte (Klettergerüste, einer Wippe, einer Schaukel, einer Wasserpumpe, verschiedenen Sandkästen, dem Kräutergarten und Vielem mehr, verschiedene Wege um Kraft, Mut, Wissen und Erfahrung zu sammeln. Wir nutzen das Außengelände auch bei Regenwetter, deshalb benötigt jedes Kind eine Regenjacke, Gummistiefel und eine Matschhose.

Es ist die Aufgabe der Erzieher, die Neugierde in den Kindern zu wecken. Die Neugierde ist eine Voraussetzung für die Lernbereitschaft der Kinder, welche die Entwicklung unterstützt.
Die Erzieher sorgen ebenfalls dafür, dass die Kinder zur „Ruhe“ kommen können. Der Alltag bietet einen Wechsel von Anspannung und Entspannung. Die Raumgestaltung bietet durch mehrere Nebenräume Rückzugsmöglichkeiten jeglicher Art.

Das Lernen am Modell ist ein Lernen nach vorausgegangener Beobachtung. Die Erzieherinnen dienen als Vorbild der Kinder. Daraus ergibt sich für die pädagogischen Mitarbeiter/- innen, dass ein bewusster Umgang mit eigenen gelebten Vorbildverhalten Bedingung für das pädagogische Selbstverständnis ist.

Qualitätsentwicklung

Demokratie lernen: Die Pädagogen ermöglichen den Kindern Demokratie zu leben und zu lernen.

Mit der Unterstützung der kommunalen Fachberatung etablieren wir vielfältige Mitgestaltungsmöglichkeiten in der Einrichtung sowie im Tagesablauf. „Partizipation“ ist ein wichtiger Bestandteil der täglichen Arbeit, und so orientieren sich die Pädagogen in diesem Entwicklungsprozess konsequent an den Bedürfnissen und Interessen der Kinder.

Die pädagogische Qualität unserer Arbeit wird dadurch gezielt, systematisch und strukturiert reflektiert und schrittweise verbessert.

Acht relevante Themenbereiche aus dem Alltag von Kindertageseinrichtungen werden anhand von Fragestellungen und Entwicklungsbedarfen in verschiedenen Handlungsfeldern von jeder einzelnen Fachkraft analysiert und dokumentiert. Im Anschluss erfolgt eine dialogische Auseinandersetzung und Lösungsfindung im Gesamtteam.

Folgende Themen werden von uns erarbeitet:

  • Demokratie im Team
  • Mit Kindern den Tagesablauf gestalten
  • Mit Kindern Räume gestalten
  • Kinder machen Erfahrungen mit vielfältigen Materialien
  • Kommunikation mit Kindern
  • Beteiligung der Kinder
  • Elternbeteiligung
  • Beobachtung und Dokumentation

„Demokratie von Anfang an – Kindertageseinrichtungen als Lernorte der Demokratie“ ist ein Programm der Deutschen Kinder und Jugendstiftung.

Die Stiftung ist Herausgeber der Arbeitsmaterialien. Förderer ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Bildungsdokumentation

Die Bildungsdokumentation dient dazu, den Entwicklungsverlauf und den Entwicklungstand der Kinder festzuhalten, um daraus eine gezielte und individuelle Unterstützung für jedes einzelne Kind ableiten zu können. Um schon im Vorfeld einen guten Informationsaustausch zu gewährleisten, erhalten die Familien einen Fragebogen zu den Vorlieben, Entwicklungsstand, Besonderheiten, etc. ihres Kindes. Dieser wird an den „Schnupper-Nachmittagen“, die vor der Aufnahme des Kindes stattfinden, ausgehändigt und als erste Gesprächsgrundlage genutzt.

Die Bildungsdokumentation ist Grundlage der pädagogischen Arbeit und setzt sich zusammen aus:

  • individuellen Entwicklungs-und Kompetenzprofil (EKP Bögen) nach Prof Dr. Tassilo Knauf und Dr. Elke Schubert
  • die alltagsintegrierte Sprachentwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen (BaSiK) von Renate Zimmer zur Erstellung des Sprachprofils und des Förderkonzeptes
  • Portfolio Arbeit
  • Kurzzeitbeobachtungen

Diese bilden auch die Grundlage für die Elterngespräche, die nach der Eingewöhnungsphase stattfinden (ca. drei Monate nach Kindergarteneintritt) und anschließend mindestens einmal pro Jahr statt.

Begleitung der Sprachentwicklung

Forschungen belegen, dass die Handlungen und Aktivitäten von Erzieherinnen, die Umgebung, die Zusammenarbeit mit Eltern sowie Beobachtung und Dokumentation für die Sprachentwicklung von Kindern besonders wichtig ist.

Die städtischen Kindertageseinrichtungen führen die Sprachförderung grundsätzlich alltagsintegriert durch.

Die städtischen Kindertageseinrichtungen haben ein gemeinsames Sprachbildungskonzept erarbeitet, in dem beschrieben wird, wie die Umsetzung in den Einrichtungen durchgeführt wird.

Für Interessierte händigen wir gerne Exemplare aus.

Zusammenarbeit mit Eltern und Elternmitwirkung

Die Elternmitwirkung ist ein Elternrecht, welches im KiBiZ festgeschrieben ist. Das Ziel der Elternmitwirkung ist, die Rechte von Eltern auf Mitgestaltung zu stärken und die Zusammenarbeit zwischen den Eltern, dem Träger und den Pädagogen zu fördern, sowie das Interesse der Eltern für die Arbeit der Einrichtung zu gewinnen.

Die Mitarbeiterinnen begegnen den Eltern mit Wertschätzung und Respekt um die Basis für eine funktionierende Zusammenarbeit zu schaffen. Diese Zusammenarbeit zum Wohle der Kinder und der Weiterentwicklung unserer Angebote gliedert sich in drei Bereiche:

  • Elternmitwirkung
  • Elterngespräche
  • Gemeinsame Aktivitäten/Veranstaltungen

Gerade die gemeinsamen Aktivitäten dienen der Identifikation mit der Einrichtung und können in Form von Festen, Ausflügen, Werkarbeiten, etc. durchgeführt werden.